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Praxisleistungen

Moxibustion - das Erwärmen von Akupunkturpunkten

Die Moxibustion hat eine jahrtausendealte Tradition. Dabei werden Akupunkturpunkte nicht (nur) durch Nadelstiche, sondern auch mit Wärme stimuliert, die über die Akupunkturpunkte in den Körper gelangt. Bei der Moxibustion wird ein getrocknetes Kraut, in der Regel Beifuß (Artemisia vulgaris), etwas über der Haut verbrannt. Folgende Formen der Moxibustion werden häufig angewendet:

Indirekte Moxibustion: Das Moxakraut kommt bei dieser Form nicht mit der Haut in Berührung, sondern wird auf einer anderen Substanz verbrannt. Die am häufigsten verwendeten Substanzen sind:
Salz:
Häufig wird es auf den Nabel gelegt und Moxa auf dieser Salzschicht abgebrannt.
Knoblauch: Ein Scheibchen Knoblauch, mehrmals mit einer Gabel eingestochen, wird auf die Haut gelegt, darüber wird Moxa abgebrannt.
Ingwer: Eine Scheibe Ingwer wird wie Knoblauch benutzt.

Moxibustion mit "Moxazigarren": Die Moxazigarre kann wie eine lange Zigarre angezündet werden. Es handelt sich dabei um in dünnes Papier gerollte Moxastangen, die über Akupunkturpunkten oder zur Erwärmung von Linien oder größeren Körperregionen eingesetzt werden.

Moxibustion mit "Moxazigarren" und Moxakasten: Moxawolle wird in einem hölzernen Kästchen angezündet und zur Erwärmung größerer Körperregionen eingesetzt.

Moxibustion mit Erhitzung der Nadeln: Hierbei wird ein Moxaröllchen auf das freie Ende einer Akupunkturnadel aufgesetzt und angezündet. Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass über lange, heiße Nadeln die Hitze in die Tiefe des Gewebes geleitet wird.

Wichtiger Hinweis: Die angewendeten Behandlungsmethoden basieren zum allergrößten Teil auf Erfahrung. Der Einsatz dieser Behandlungsmethoden ist bei vielen Erkrankungen noch nicht nach den Grundsätzen der evidenzbasierten Medizin wissenschaftlich hinreichend abgesichert. Außer für die Indikationen chron. Kreuzschmerz, chron. Knieschmerz, chron. Schulterschmerz, Migräne, Spannungskopfschmerz und Allergie bezüglich der Behandlung mit Akupunktur existieren noch keine hochqualitativen randomisierten und kontrollierten Studien, die eine Wirksamkeit im Vergleich zu einer Kontrolltherapie nachweisen. Ein Erfolg kann nicht in jedem Behandlungsfall gewährleistet werden.