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Praxisleistungen

Bioelektrische Impedanzanalyse

Bioelektrische Impedanzanalyse - was ist das?
Die Bioelektrische Impedanzanalyse (BIA) ist eine Methode, mit der man neben dem bloßen Körpergewicht den Fettanteil, das Bauchfett, den Muskelanteil, den Grundumsatz und das biologische Körperalter messen kann. Dabei wird ein sehr schwacher Strom durch den Körper geleitet. Dieser Stromfluss wird durch den unterschiedlichen Gehalt an Fett, Muskeln und Wasser im Körper mehr oder minder verringert, denn Fett ist im Gegensatz zu Muskeln oder Wasser ein schlechter elektrischer Leiter. Aus der Veränderung des Stromflusses wird ein Wert für den Körperfettgehalt und den Wassergehalt ermittelt.

Der durch den Körper geleitete Strom ist so gering, dass man ihn nicht wahrnimmt. Er ist für die meisten Personen vollkommen unschädlich. Für Schwangere und Träger von Herzschrittmachern und sonstigen elektrisch betriebenen Implantaten ist diese Messmethode jedoch nicht geeignet!

Körpergewicht 
Da das Körpergewicht immer im Verhältnis zur Körpergröße betrachtet werden muss, wird der sog. BMI (Body Mass Index) herangezogen. Der BMI berechnet sich aus dem Körpergewicht [kg] dividiert durch das Quadrat der Körpergröße [m2]. Die Formel lautet:
BMI = Körpergewicht : (Körpergröße in m)2.

Frauen Männer Kategorie
<19 < 20,7 Untergewicht
19,0-25,8 20,7-26,4 Idealgewicht
25,9-27,3 26,5-27,8 leichtes Übergewicht
27,4-32,2 27,9-31,1 Übergewicht
32,3-44,8 31,2-45,5 deutliches Übergewicht
> 44,8 > 45,5 extremes Übergewicht

 

 

 

 

Diese Zahlen sind nur ein Anhaltspunkt, da weder Körperbau noch sportliche Aktivität (Muskeln sind relativ schwer) mit einbezogen werden. So kann es z.B. vorkommen, dass Personen mit höherem BMI als übergewichtig eingestuft werden, obwohl sie wenig Fettmasse, aber einen hohen Anteil an Muskelmasse haben.

Körperfettmessung
Körperfettanteil (P.B.F. = Percent of Body Fat) ist der Anteil des Körperfetts am Gesamt-Körpergewicht.

% Körperfett = Gewicht des Körperfetts × 100
                                     Körpergewicht

Der Körperfettanteil sollte bei Frauen möglichst nicht unter 12 % absinken, Männer brauchen eine Schutzschicht von 7 %. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie die Werte zwischen Männern und Frauen miteinander vergleichen: Frauen haben einfach von Natur aus einen um ca. 10 % höheren Fettanteil als Männer.

Messung des Bauchfetts (abdominales Fett)
Das Bauchfett besteht aus viszeralem Fett, welches sich zwischen den Organen im Abdomen (Bauch) befindet und subkutanem Fett, welches unmittelbar unterhalb der Haut gelegen ist. Aus Studien weiß man, dass das Fettverteilungsmuster und die Fettmenge wesentlich an der Entstehung von verschiedenen Erkrankungen, wie z. B. Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes beteiligt sind. Dabei ist jedoch das subkutan (= unter der Haut) liegende Fett nicht der ausschlaggebende Faktor. Eine Studie aus dem Jahr 2004 zeigt eindeutig, dass bei operativer Entfernung des subkutanen, abdominellen Fettes durch Fettabsaugung keinerlei positive Effekte bezüglich des kardiovaskulären Risikos zu erwarten waren. Das Fett um die Organe (“viszerales Fett”) spielt offenbar eine ursächliche Rolle bei der Entstehung von Diabetes (“Zuckerkrankheit”) und Arteriosklerose („Gefäßverkalkung“), indem es entzündungsfördernde Botenstoffe freisetzt.

Doch auch wer schlank ist, besitzt möglicherweise viel von dem gefährlichen Polster. Äußerlich dünne Menschen können beträchtliche Anteile an viszeralem Fett haben. Denn das gefährliche Gewebe lagert sich u.U. zuerst zwischen den inneren Organen ab, bevor zusätzliche Pfunde äußerlich sichtbar werden. Mit der von uns durchgeführten bioelektrischen Impedanzanalyse kann man den viszeralen Fettanteil messen und vom subkutanen Bereich unterscheiden.

Der Muskelanteil
Die Skelettmuskulatur ist das größte Gewebe im menschlichen Körper und sollte ca. 40-45 % vom Körpergewicht betragen. Im Alter zwischen 30 und 80 Jahren verringert sich die Skelettmuskulatur um ca. 30 %, dieser Muskelverlust wird mit Fett ausgeglichen. Da Fett leichter ist als das gleiche Volumen an Muskulatur, machen sich normalerweise keine optischen Veränderungen mit zunehmendem Alter bemerkbar, dennoch reduziert sich das Körpergewicht. D.h., wird im Alter das gleiche Körpergewicht gehalten, ohne Sport zu treiben, so wird genauso viel Körperfett zugelegt, wie Muskelmasse abgebaut wurde. Diese Veränderung zeigt sich in der veränderten Köperform. Wenn ohne Training Körpergewicht und auch Körperform beibehalten werden, steigt der Viszeralfettgehalt.

Der Grundumsatz (B.M.R. = Basal Metabolic Rate)

Der Grundumsatz beschreibt die Menge an Kalorien, die der Körper durch grundlegende, lebenserhaltende Tätigkeiten im Ruhezustand verbraucht. Dazu zählen der Herzschlag, das Atmen, die Weitergabe von Signalen und Übertragungen ins Nervensystem usw. Oft wird angenommen, dass der Grundumsatz sehr klein ist, tatsächlich beträgt er aber ca. 65 % des gesamten täglichen Energieaufwands. Der Grundumsatz kann von Person zu Person stark variieren. Sehr viele Faktoren beeinflussen den Grundumsatz. Menschen mit einem höheren Muskelanteil haben z.B. einen höheren Grundumsatz, da Muskeln die meiste Energie verbrauchen.

Biologisches Alter des Körpers (A.M.B. = Age Matched of Body)
Dies ist das Gesundheitsalter des Körpers, basierend auf den gemessenen Resultaten der Körperbauanalyse. Dieser Wert relativiert das kalendarische Alter durch Einbeziehung von Körperfett, Muskelmasse und Körpergewicht. Allerdings muss diese Angabe relativiert werden, da andere Faktoren, wie z. B. der Zustand der Gefäße, nicht berücksichtigt werden.

Wichtiger Hinweis: Die angewendeten Behandlungsmethoden basieren zum allergrößten Teil auf Erfahrung. Der Einsatz dieser Behandlungsmethoden ist bei vielen Erkrankungen noch nicht nach den Grundsätzen der evidenzbasierten Medizin wissenschaftlich hinreichend abgesichert. Außer für die Indikationen chron. Kreuzschmerz, chron. Knieschmerz, chron. Schulterschmerz, Migräne, Spannungskopfschmerz und Allergie bezüglich der Behandlung mit Akupunktur existieren noch keine hochqualitativen randomisierten und kontrollierten Studien, die eine Wirksamkeit im Vergleich zu einer Kontrolltherapie nachweisen. Ein Erfolg kann nicht in jedem Behandlungsfall gewährleistet werden.